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Ärger

Freitag, 28. September 2007

Gestern war ich im Kino. Aber nicht der Film hat mich geärgert, sondern eine Werbung vorher.

Eine für Kino-Verhältnisse nicht wirklich attraktive Frau erzählt, warum man seine GEZ-Gebühr gesetzlichen Rundfunkgebühren bezahlen sollte. Dann das dumme Logo

Es gibt nur zwei Möglichkeiten:

  1. Man bezahlt die Gebühren nicht
  2. Oder man bezahlt sie.

Wer die Gebühren bisher nicht bezahlt hat, lacht über diesen Werbespot und wird seine Einstellung nicht ändern.

Wer die Gebühren, wie ich, brav bezahlt, ärgert sich. Anstatt das Geld für „unabhängiges Programm [...] mit hoher Wirtschaftlichkeit“ (Zitat von www.gez.de) zu nutzen, wird das Geld für diese sinnlose Werbung und Prime-Time-Samstag-Abend-Unterhaltung wie „Da wo die Herzen schlagen“ oder „MusikantenDampfer“ genutzt.

Da gucke ich mir lieber die „privaten“ Sender an, und in der Werbepause gehe ich Pipi machen.

:-(

Ich kann auch anders!

Donnerstag, 19. Juli 2007

Kurz vor Beginn des Berufsverkehrs gab es heute auf meiner Bahnstrecke einen Oberleitungsschaden, und keiner konnte sagen, wann wieder eine S-Bahn fahren würde.

Dank des Lokführerstreiks letzte und vorletzte Woche weiß ich aber jetzt, wie ich mit Straßenbahn und Bus nach Hause komme.

Mir doch egal, wenn die S-Bahn ausfällt. Ätsch.

Die Bahn kommt.

Montag, 9. Juli 2007

So lautete jedenfalls mal der Slogan. Morgen werden die Lokführer mal wieder streiken, und damit genau wie letzten Dienstag den Berufsverkehr lahmlegen. Das ärgert mich, außerdem verstehe ich das Ziel nicht.

Ich dachte immer, man streikt, um seinen Arbeitgeber zu schädigen und damit Gehaltserhöhungen durchzusetzen.

Wenn Krankenhausärzte streiken, kann im Krankenhaus nicht gearbeitet werden. Das Krankenhaus kann keine Leistungen abrechnen und verliert durch die laufenden Kosten Geld.

Wenn die Lokführer im Berufsverkehr streiken, kommen die Pendler zu spät zur Arbeit. Diese Pendler fahren aber meistens mit Monats- oder Jahreskarten und haben damit schon bezahlt. Wo bleibt da der finanzielle Schaden für die Bahn? Wäre es nicht sinnvoller, mal ein paar Tage lang alle Ticketautomaten und Verkaufsstellen zu besetzen und den Fahrgästen Zettel auszuteilen, in etwa: „Lieber Kontrolleur, diesem Fahrgast wurde es verweigert, eine Fahrkarte zu kaufen. Viele Grüße, die Lokführer“.

Ich werde jedenfalls morgen eine halbe Stunde eher aufstehen, und mit Bus und Straßenbahn einen riesen Umweg auf mich nehmen, damit ich zumindest halbwegs pünklich zur Arbeit komme.